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Alte Negative und analoge Filme retten – Analogfotografie mit digitalen Hilfsmitteln reparieren

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Ich habe in meinem Studio eine kleine Sammlung von Kameras stehen. Dabei habe ich neulich entdeckt, dass in meiner ersten Kamera noch ein Film eingelegt war. **Hüstel** Der Film war abgelaufen im Jahre 1990. Entwickelt habe ich ihn 2015. Er lag also 25 Jahre rum.

Als ich den Film zum entwickeln gegeben habe, kamen dabei 6 „Werke“ zum Vorschein. Ob ihr es glaubt oder nicht: Es sind die ersten 6 Fotos die ich in meinem Leben gemacht habe.

Meine Ausrüstung:

  • Kodak 56 Instamatic Kamera (Baujahr 1972)
  • 200er ISO Film von Agfa Typ 126er (28x28mm Negativ)

Analogfotografie par excellence 🙂 Heute würde man sagen Lomografie.

Für alle Fans der Analogfotografie hier einige (digitale) Fotos der Instamatic:

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Technische Daten:

  • Die Kamera ist ein Traum von den Einstellmöglichkeiten: Man kann nämlich nur Auslösen und den Film eine Belichtung weiterdrehen. Also ZWEI Knöpfe. Sehr einfach zu verstehen. Vor allem für ein damals 8 jähriges Kind (=ich).
  • Als Objektiv stand ein 43mm Festbrennweite mit Fixfokus zur Verfügung
  • Fotografiert habe ich mit der förderlichen Blende f11 🙂 – es gab auch keine andere Möglichkeit, weil die Blende ebenfalls fix ist.
  • Als Verschlusszeit habe ich (mit meiner kindlichen Weisheit) eine 1/50 Sekunde ausgewählt. – Auch hier gab es keine Alternative, da der Wert durch die Kamera vorgegeben ist.
  • Immerhin hatte die Instamatic einen optischen Sucher mit dem man grob das Bild bestimmen konnte 🙂

 

Die Ergebnisse:

Lomografie mit Kodak Instamatic 56 - Ergebnisfoto Eins
Lomografie mit Kodak Instamatic 56 – Ergebnisfoto Eins
Lomografie mit Kodak Instamatic 56 - Ergebnisfoto Zwei
Lomografie mit Kodak Instamatic 56 – Ergebnisfoto Zwei

 

Erste Erkenntnis: Autos und Tiere fand ich wohl schon als Kind interessant. Bemerkenswert ist das Eichhörnchenfoto. Versuche mal mit einer 50mm Festbrennweite (!) ein Eichhörnchen zu fotografieren … Die Kunst dabei ist sich gaaaanz langsam zu nähern; ohne dass es wegläuft.

Das Problem bei (meiner) Analogfotografie:

  • Eine 25 jährige Lagerung war bei den Chemikalien auf dem Film nicht vorgesehen. Daher sind starke Farbstiche entstanden. Und manche Farben sind sogar ganz verschwunden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Kamera einige Jahre auf dem Dachboden lag (dort ist es im Winter sehr kalt und im Sommer sehr warm).
  • Dass die Schärfe nicht optimal ist schiebe ich auf die Qualität der Kamera; insbesondere auf das Plastikobjektiv.

 

Die Lösung um analoge Negative und Positive zu retten

Ganz einfach: digitale Bildbearbeitung!

Ich nehme als Werkzeug Lightroom 6 / CC.

(Die folgenden Schritte funktionieren auch mit Lightroom 1, 2, 3, 4 und 5!)

  1.  Farbstiche mit Weißabgleich retten. Klicke im Modul „Entwickeln“ auf die Weißabgleichspipette
    Weißabgleichspipette für korrekten Weißabgleich in Lightroom
    Weißabgleichspipette für korrekten Weißabgleich in Lightroom

    und dann auf einen Bildbestandteil bei dem du weißt, dass er mal weiß war (eine Wolke oder in meinem Fall der Schriftzug „Auto-Zentrum Schuler“). In vielen Fällen verschwindet ein Großteil der Farbstiche bereits.

  2. Sind noch weitere Falschfarben zu sehen. Kommt nun die manuelle Korrektur. Gehe dazu in den Bereich „HSL“
    Farbkorrektur in Lightroom
    Farbkorrektur in Lightroom

    und korrigiere die Farben. Das ist leichter gesagt als getan und erfordert einiges an Erfahrung. Nutze die Regeler die die Farben betreffen die falsch dargestellt werden. Fange mit den Farbtönen an und gehe dann über Sättigung zur Helligkeit.

Die Ergebnisse der Bildrettung

 

[baslider name=“AnalogbildrettungI“]

[baslider name=“AnalogbildrettungII“]

 

Wenn du mehr zu Lightroom lernen willst könnten dich folgende Workshops interessieren:

[ux_custom_products cat=“digitale-bildbearbeitung-aufbaufotokurs“ products=““ columns=“4″ title=“Fotoworkshops zur digitalen Bildbearbeitung“]

 

Du lernst an einem Tag alle wichtigen Funktionen von Lightroom oder Photoshop.

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