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Die besten Tipps für Streetfotografie, Peoplefotografie und Reportagefotografie auf Reisen (mit Erfahrungen u.a. von Jan Wajszcuk, Sebastiao Salgado und Robert Cappa)

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Peoplefotografie wird immer beliebter und die meisten (Hobby-)Fotografen spezialisieren sich darauf. Schließlich sind Menschen ein sehr wichtiger Teil unseres Lebens.
Wenn man auf Reisen / im Ausland ist, steht man als Fotograf schnell vor dem Problem, wie man ein gutes Foto von einer Person bekommt OHNE die Privatsphäre zu verletzen. Und selbst wenn man die Einverständnis hat: wie vermeidet man es dann, diese zu missbrauchen?

Hier die besten Tipps für Streetfotografie, Peoplefotografie und Reportagefotografie nach Jan Wajszcuk, Sebastiao Salgado und Robert Cappa:

 

Der Fotograf:

  • Versteck dich nicht vor der Person, von der du ein Bild machen willst. Sie muss dich genauso wahrnehmen! Wenn du willst, dass er / sie sich dir gegenüber öffnet, musst du dich selbst auch öffnen.
  • Denk dran, dass du mit deiner Kamera sowohl ein Freund sein kannst, aber auch jemanden damit (persönlich) angreifen kannst.
  • Bedenke die lokale Kultur, Gebräuche und Religionen.
  • Wenn du in einem fremden Land bist, musst du zwar nicht unbedingt die Sprache sprechen können, aber wenn du ein paar freundliche Sätze drauf hast wird es einfacher für dich sein. Ansonsten funktioniert es auch sehr gut mit non-verbaler Kommunikation wie einem Lächeln oder Gesten.
  • Versuche immer eine Einladung für einen Shoot zu bekommen; so wirst du als „Gast“ wahrgenommen und nicht als aufdringlicher Fotograf. In diesem Interview mit dem großen Fotografen Sebástiao Salgado erzählt dieser, dass er erstmal eine Kulur kennenlernt, mit den Menschen lebt, mit ihnen Zeit verbringt und dann erst die Kamera auspackt.
  • Zum Schluss ist immer ein „Dankeschön“ angebracht 😉

 

Die Technik:

  • Die Kamera allein macht natürlich nicht den Job für dich, aber dank der Kamera kannst du die besten Aufnahmen machen.
  • Stelle deine Kamera vorneweg auf die optimalen Einstellungen ein, sodass du dich während deiner Shoots nicht mehr damit aufhalten musst. (In unserem Grundlagen-Workshop lernst du alles dazu! Achtung „Grundlagenworkshop“ klingt wie „Kindergarten“. Das täuscht, denn du lernst hier SO VIEL, dass der Workshop sich für alle ambitionierten Fotografen eignet.)
  • Fotografiere IMMER in RAW – das ist dein digitales Negativ, mit dem du später arbeiten kannst. Es bietet dir später mehr Möglichkeiten in der Nachbearbeitung z.B. in Lightroom und Photoshop.
  • Denke daran, dass das finale Ziel deiner Peoplefotografie ein Druck ist. Deshalb gehört zu deiner Ausrüstung nicht nur deine Kamera, sondern auch dein Computer und Drucker.

 

Die Vorbereitung:

  • Lerne die lokalen Bräuche und die Zeitabläufe kennen. Am besten solltest du herausfinden, zu welcher Zeit keine Touristen anwesend sind. Und: Lerne, interessante Situationen zu erahnen.
  • Es kann gut sein, dass du zum gleichen Platz mehrere Male gehen musst und dass du die ersten Male noch kein einziges Foto schießt.
  • Ein lokaler „Guide“ kann eine wertvolle Begleitung sein. In manchen Kulturen ist er unerlässlich damit man überhaupt vorgelassen wird.

 

Das Vertrauen:

  • In jedem Foto kann man sehen, ob es aus einer versteckten oder langen Distanz aufgenommen wurde. Um ein wirklich gutes Foto zu schießen, muss der Fotograf mutig sein.

Robert Capa sagte: „If you’re pictures aren’t good enough, you’re not close enough“
Sinngemäß heißt das: „Wenn deine Fotos nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran.“

  • Man sollte aber hinzufügen, dass man durch ein Foto niemandem zu Nahe treten darf. Die zu fotografierende Person muss sich sicher sein, dass das Foto – egal auf welche Art und Weise – nicht gegen sie verwendet wird.

 

Das Thema:

  • Konzentriere dich auf ein Thema. Wenn du das alltägliche Leben fotografieren willst, solltest du zum Beispiel nicht mehr auf die Landschaften, Architektur oder Tiere achten. Fokussiere dich!
  • Entscheide dich vorneweg, ob du ein einzelnes Foto willst, das eine Geschichte erzählt oder eine ganze Serie an Fotos, die zu einer Erzählung werden.

 

Wenn du mehr zur Bildgestaltung und Bildkomposition erfahren willst, schau einmal in unserem Fotoworkshop Fotografisches Sehen vorbei. Dort lernst du an einem Tag die Gestaltungsregeln der Fotografie. Über 20 Übungen die Spaß machen, dir alles wichtige zeigen und auch eine Herausforderung sind 🙂

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