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Ich lag falsch: (Sterne-)Bewertungen in Lightroom sind doch machbar

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Was heißt denn hier “machbar”?
Also machbar sind die Sterne-Bewertungen in Lightroom / Lightroom Classic schon immer und sie funktionieren auch.

In meinen Fotokursen lehrte ich aber: das Hauptproblem ist, dass NIEMAND DAUERHAFT eine EINHEITLICHE Defintion der Sterne durchzieht. Somit sind die Sterne dann viel Aufwand und nicht viel Wert.

Beispiele damit du verstehst was ich meine:

1. Deine LAUNE / Stimmung beeinflusst deine Selbstkritik. Ganz einfach mit schlechter Laune wirst du viel strenger bewerten (niedrigere Sterneanzahl vergeben) als mit guter Laune. Und jede/r hat übers Jahr viele Stimmungsschwankungen. Alle möglichen Faktoren haben Einfluss darauf: Bist du gerade krank? Wie gehts in deinem Job? Wie ist das Wetter? Stimmt deine finanzielle Situation? Wie sind deine Beziehungen (Streß/Glück/…)? Du siehst das ist ein riesiges Themenfeld und alleine das wird ausreichen, um zu “beweisen”, dass Sterne-Bewertungen niemals objektiv sein können.

2. Die Mittentendenz. Die Vielzahl der Bewertungen wird im mittleren Bereich sein 2** 3*** werden die meisten Fotos haben. Damit verliert diese Kategorie an Aussagekraft. Das hat was mit Statistik zu tun. Und betrifft alle Skalen die eine ungerade Anzahl haben. Du erinnerst dich: Es gibt 1*, 2**, 3***, 4**** und 5****. Also 5 Bewertungsmöglichkeiten und damit eine ungerade Anzahl. Die Null-Sterne Bewertung ist für mich KEINE Bewertung sondern das fehlen einer Bewertung. 0-Sterne bedeutet in meiner Logik, dass noch keine Bewertung erfolgt ist.
Wenn du mehr zur Mittentendenz wissen willst, lies auf Wikipedia nach: Link zu Wikipedia

3. Das Entscheidungsdilemma in der Mitte: Dir fallen besonders schlechte Fotos und besonders gute Fotos leicht auf. Die 1* und 5***** Bewertungen sind leicht und klar identifizierbar. ABER: Wie unterscheidest du ein 2 Sterne von einem 3 Sterne Bild. Versuch das mal in Worte zu fassen! Wie grenzt man 2- von 3-Sternen ab? DAS IST GANZ SCHÖN SCHWER festzulegen! Beschreibe einer dritten Person wie du die Unterschiede festmachst. “Nach Gefühl” ist KEIN objektives Kriterium und birgt die Probleme aus Punkt 1 mit der Stimmungsschwankung und damit einer riesigen Verzerrung.

4. Der Energieaufwand beim Entscheiden fließt bei einer 5-Sterne Skala in den Mittleren Bereich. Wie du bereits aus Punkt 2 und 3 gelernt hast. Somit steckst du deine mentale Entscheidungsenergie in die mittelguten Bilder. Anstelle in deine besten Fotos. Um die gehts ja. Oder?!!
Falls du das noch nicht weißt: Die mentale Entscheidungsenergie eines jeden Menschen ist begrenzt. Irgendwann

 

Lösung:

Du definierst sauber eine konsistente Bewertung UND hast diese immer im Sichtfeld während du bewertest. So wirst du blitzschnell 🙂 an deine Kriterien erinnert falls du mal unsicher in einer Bewertung bist.

Wie machst du deine Bewertungslogik immer sichtbar?

  1. Du nimmst eine klassische “Post-It”-Lösung und klebst dir einen Zettel in die Nähe deines Bildschirms. Bei einem Laptop muss der Zettel mit dir mitreisen falls du mobil Fotos bewertest.
  2. Du tätowierst dir deine Bewertungslogik auf deinen linken und oder rechten Handrücken. Damit ist sie immer im Sichtfeld… Achtung wer das wirklich macht bekommt eine Fotokursteilnahme von mir geschenkt! Bitte mit Beweisfoto/Video melden.
  3. Du nutzt in Lightroom die versteckte (!) Möglichkeit Grafiken einzubauen. Wie das geht erfährst du in diesem Video:

 

Download:

 

Lightroom konsistente Bewertungsskala (73 Downloads)

 

Das “Kleingedruckte”: Der Download und die Nutzung sind für dich 100% kostenfrei! Du kannst diese Grafik kostenfrei unverändert beruflich und privat nutzen. Eine Weitergabe an Dritte bitte nur über einen Link auf diese Seite.

 

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