Mein neuer PC / Mac / Hackintosh – Das Monster für Bildbearbeitung und Videoschnitt 2019

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Der folgende Beitrag zeigt dir meinen aktuellen Traumrechner für Bildbearbeitung und Videoschnitt. Er ist eine Maßanfertigung und du kannst dir Inspirationen für deinen eigenen Rechner holen. Der Beitrag richtet sich an Windows und MacOS Nutzer gleichermaßen, denn Ende 2018 habe ich zu Windows (teilweise) zurückgewechselt…

Außerdem ist dieser Artikel speziell für alle Leute die mit dem Gedanken spielen einen iMac Pro zu kaufen (10.000 Euro ++) … hier erfahrt ihr wie ihr über 30% MEHR Leistung als das Topmodell des iMac Pro (Vollausstattung für 15.339 Euro) bekommt … zu einem wesentlich günstigeren Preis! Achja der Rechner ist auch noch aufrüstbar. Der iMacPro nicht. Außerdem ist der Flüsterleise = nicht hörbar. Selbst unter Volllast. Der iMac ist nur im Officebetrieb leise. Sobald man intensive Aufgaben angeht wird er laut. Neugierig? Lies jetzt weiter:

… der Reihe nach: Seit 2010 bin ich reiner Apple Nutzer. Mir war immer bewusst, dass ich dafür einen ordentlichen Preisaufschlag bezahle. Was ich aber erst mit der Zeit gelernt habe, war dass Apple drei böse Dinge tut:

a) Apple bremst alle Computer künstlich aus!

Weil sie ein sehr schlechtes Abwärmedesign in allen ihren Laptops und auch in den iMacs haben. Das Ausbremsen macht bis zu 50% der Leistung aus. Stell dir das so vor, du kaufst ein schnelles Auto mit 300 PS und wenn du das Gaspedal voll durchdrückst, kommen nur 150 PS an Leistung aus dem Motor. Weil das Steuergerät den Motor ausbremst (in unserem Beispiel ist das Steuergerät das MacOS Betriebssystem). Somit kaufst du teure Hardware und kannst nur 50% davon nutzen. Wie du das Problem umgehen kannst habe ich nach einiger Recherche herausgefunden und hier in diesem Video erklärt.

b) Apple verkauft veraltete Hardware.

Das betrifft fast alle Komponenten. Bei Markteinführung sind die Komponenten noch neu (der einzige „sinnvolle“ Zeitpunkt um Apple Hardware zu kaufen) – jedoch läßt Apple über den gesamten Produktlebenszyklus seine Hardware unverändert. So kauft man oftmals einen Prozessor der 2 Jahre alt ist. Obwohl es inzwischen schon eine oder zwei neuere Prozessorgenerationen gibt. Wohlgemerkt reduziert Apple die Preise für die Hardware im Zeitverlauf NICHT. Stattdessen zahlt man immer noch den Preis, den das alte System vor 2 Jahren mal „Wert“ war.

 

c) Apple verlangt Preise, die um ein Vielfaches höher sind als der normale Marktpreis.

Ein Beispiel im iMac Pro kann man die Festplatte aufrüsten. Das Upgrade von 1 auf 4 TB kostet 3360 Euro. Am freien Markt kann man 4 TB SSD von Samsung ab 619 Euro kaufen. Das ist ein Preisaufschlag von Faktor 5,4 also 540 % mehr als am freien Markt. Übrigens wird Apple bestimmt nicht die normalen Endkundenpreise bezahlen, sondern spezielle Großkundenrabatte haben. Hinzu kommt noch, dass für den Entfall der 1 TB SSD man  eigentlich ca. 150 Euro an Erstattung bekommen müsste (reiner Teilepreis). Wenn man das auch noch berücksichtigt, dann wird es ein Preisaufschlag von Faktor 7,1 = 710% teurer.

 

Alle diese Punkte zusammen haben mich Ende 2018 dazu getrieben mich wieder auf den neuesten Stand bezüglich Hardwareentwicklung zu bringen und mir ein Traumsystem zusammenzustellen. Ich sage gleich vorweg, dass dies mein Arbeitsgerät ist und ich damit mein Einkommen verdiene. Wenn du Hobbyfotograf bist, brauchst du nicht die gleichen Summen ausgeben. Aber laß dich mal inspirieren, vielleicht sind ein paar Bauteile und Ideen dabei, die dir gefallen…

1. Mein Konzept für den Traum-PC für Videoschnitt und Bildbearbeitung

  • PC und Mac in einem. Beide Betriebssystem sollen laufen also Win 10Pro und MacOS 10.14 Mojave (dazu später mehr)
  • Leistung soviel ich mir leisten kann 🙂
  • Trotz Leistung will ich kein Gebläse (wer aktuelle High-End-Grafikkarten kennt, der weiß, dass es hier schnell sehr laut wird) – mein Wunsch: Komplette Stille
  • Aufrüstbarkeit, falls in ein paar Jahren einzelne Komponenten in wesentlich schnellerer Form verfügbar sind
  • Größeres Display (bisher hatte ich 27 Zoll 5K – also einen iMac)
  • Besserer Ton (Bei der Aufnahme und beim Abspielen)

2. Die Verwirklichung

Alles hat angefangen, dass ich in YouTube über das Stichwort „Hackintosh“ gestolpert bin. Kurzgefasst ist dies die Idee, dass man mit normalen PC Bauteilen das Mac Betriebssystem laufen lassen kann.

(Fortsetzung folgt)

 

3. Die Bauteile (folgt)

folgt

4. Der Hackintosh in Bildern (folgt)

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5a. Der Hackintosh in Zahlen – Benchmarkergebnisse unter MacOS

Leistung ist schwer zu vergleichen oder zu messen („Wie schnell öffnet sich ein Bild in Photoshop, wie schnell wird eine Datei gespeichert, …“) Daher nutze ich, wie fast alle, an der Stelle synthetische Benchmarks. Vergleiche deinen Rechner mit meinem! Wie? Indem du dir die folgenden kostenlosen Benchmarkprogramme herunterlädst und den Benchmark bei dir laufen läßt.

LuxMark 3.1 (Luxball HDR)

OpenCL CPUs+GPUs: 37.130
OpenCL GPUs: 31.144
OpenCL CPUs: 5.957

Blackmagic Disk Speed Test

Write: 2507 MB/s

Read: 3073,5 MB/s

Cinebench R15

OpenGL: 157.03 fps
CPU: 3412 cb

Geekbench 4

OpenCL Score: 203.399

Single Core Score: 5.891

Multi Core Score: 60.354

5b. Der Hackintosh in Zahlen – Benchmarkergebnisse unter Windows (folgt)

folgt

 

6. Fazit und Erfahrungen zu einem Hackintosh (noch nicht vollständig)

Diese Maschine ist (für mich) einfach wahnsinnig schnell. Früher waren Videoprojekte immer eine Geduldsprobe. Sowohl beim Schnitt, bei Effekten als auch beim Rendern. Heute rendere ich in Echtzeit oder schneller. Früher waren Renderzeiten mit Faktor 10-facher Dauer vollkommen normal. Sobald Effekte ins Spiel kamen wurde aus 10x schnell 20x oder 100x. Hier waren sowohl CPU als auch GPU als auch Abwärme das Hauptproblem sowohl an meinem MacBookPro als auch an meinem iMac 5K mit Vollausstattung.

Ein Hackintosh erfordert mehr Aufwand: 1. In der Grundauswahl der Hardware 2. In der Erstinstallation 3. Im Betrieb. Dessen sollte sich jeder Interessent bewusst sein. Wenn du lieber einfache Lösungen willst, greife zu den Vorgefertigten Lösungen von Apple und der Windows-Welt. Wenn du aber wesentlich Geld einsparen willst. Oder wesentlich mehr Leistung willst. Oder beides 🙂 Und noch individuelle Komponenten haben willst… könnte der Hackintosh die richtige Lösung für dich sein. Ich sage mal was im Alltag bisher doof ist an einem Hackintosh: 1. Einige USB-Anschlüße (insbesondere intrene USB-Ports führen bei meinem internen Kartenleser dazu, dass er bei Inaktivität die Karte auswirft … und sie eine Sekunde später wieder einliest. Das führt zu keinerlei Datenverlusten, erzeugt aber jeweils eine Meldung unter MacOS rechts oben. Entweder du deaktivierst die Meldung oder du ziehst bei nichtnutzung die Speicherkarte ab. Problem gelöst.
Was potentiell auch zu einem Problem werden kann ist die nicht vorhersagbare Hardwarepolitik von Apple. Wenn Apple beispielsweise künftig nur noch nVidia Grafikkarten unterstützen würde, hätte ich mit meinen AMD Grafikkarten ein Problem. Da aber der aktuelle iMac Pro auch Vega 64 Karten hat, sollte solange dieser supported wird, diese Befürchtung nicht relevant sein. Weiterhin könnte ich problemlos einzelne Bauteile einfach auswechseln. Zwei Schrauben wegmachen. Deckel auf. Altes Bauteil raus. Neues Bauteil rein. Bei Apple wäre das in 100% der Fälle ein Garantieverlust. Alle neuen iMacs und iMac Pros sind nicht mehr durch den Nutzer aufrüstbar. Wenn das Teil veraltet ist, heißt es verkaufen/wegschmeißen und ALLES neukaufen. Das ist besonders schade, da beispielsweise der 5K Monitor des iMac seit 2014 ein tolles Teil ist. Er ist auch noch im Jahr 2019 ein sehr guter Monitor. Wer in der Zeit seinen iMac upgegraded hat, musste den Monitor jedesmal wieder mitbezahlen.

Aktuell fühle ich mich pudelwohl, dass ich auf Knopfdruck von Windows 10 Pro zu MacOS wechseln kann. So kann ich jeweils die beste Umgebung je Software nutzen. Beispielsweise läuft Luminar 3.0.1 auf MacOS sehr stabil aber unter Windows ist es deutlich langsamer. Solange kein Patch dazu erhältlich ist, boote ich einfach unter MacOS. Bevor du nachfragst: Viele Hersteller vergeben für ihre Programme universelle Lizenzen. Sprich betriebssystemunabhängig. Prüfe bitte ob das für deine Programme der Fall ist. Im Beispiel für Luminar, für Lightroom, Photoshop, Premiere, AfterEffects, Audition, etc. gilt: 1x zahlen: auf beiden Betriebssystemen (Win+Mac) nutzen.

Wenn du keine Ahnung hast vom Thema Hackintosh, hole dir Hilfe. Ich habe über 10 Jahre Erfahrung im Zusammenbau von PCs und kenne mich mit Hardware gut aus. Das Thema Hackintosh geht aber in Richtung Software. Hier muss man einiges wissen entweder sich anlesen (Hackintosh-Forum) oder jemanden kennen der sich auskennt. Ich habe mich für letzters entschieden und freue mich einen so performanten Hackintosh nun haben zu dürfen.

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