Mondfotografie – so gehts Tutorial

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Den Mond fotografieren doch wie ?

Den Mond zu fotografieren ist für viele einer der ersten Schritte in die Astrofotografie. Denn das tolle: Du brauchst kein spezielles/teures Objektiv. Du musst NICHT auf spezielle Jahreszeiten warten (wie für manche Sternenkonstellationen oder für Asteroiden/Sternschnuppen). Den Mond kannst du in fast jeder Nacht fotografieren. Einzig es sollte eine Wolkenlose Nacht sein oder zumindest ein paar Lücken in den Wolken geben, so dass du den Mond überhaupt siehtst.

Hast du schonmal versucht den Mond zu fotografieren? Sind deine Ergebnisse bisher bescheiden? Der Mond erscheint unscharf, zu dunkel, zu hell oder verwackelt? In diesem Beitrag erkläre ich dir von A wie Anfang bis Z wie Zusammenpacken alles was du für gute Mondfotos brauchst.

A wie Anfang: Zuerst kommt die kurze Planung

Voller Enthusiasmus mitten in der Nacht einen Wecker stellen und loszufotografieren ist zwar lobenswert, aber mit ein bisschen Planung erhöhst du deine Trefferchancen erheblich. Du brauchst

1. Hast du alles nötige an Ausrüstung?

  • Du brauchst eine Kamera, Akku, Speicherkarte. Alles funktionsfähig und der Akku aufgeladen. Wenn du raus gehst, empfehle ich immer einen Ersatzakku mitzunehmen. Speziell wenn du in einer kalten Gegend bist (Island, Norwegen, etc.) oder in der kalten Jahreszeit den Mond fotografieren willst, dann entleert sich auch ein voller Akku durch die Kälte von alleine und das sehr schnell.
  • Objektive sind alle geeignet. Je mehr Brennweite (je mehr Zoom) du hast desto größer wird der Mond auf deinen Fotos erscheinen. Ich empfehle erstmal mit dem Objektiv loszulegen das du bereits besitzt.
  • Stativ. Du hast bestimmt geahnt, dass ohne Stativ die Mondfotografie nichts wird. Außer du hast eine sehr ruhige Hand oder bist bereit auf Bildqualität zu verzichten. Wenn du eine Stativempfehlung suchst schau mal hier. (unter 100 Euro keine 2 Kilo aber trägt jede Kamera)

2. Sind die richtigen Umgebungsbedingungen für Mondfotografie?

  • Wolkenloser Himmel und freie Sicht sind sehr gut. Auch wenn du den Mond nur als kleine (aber feine) „Deko“ im Bild integrierst, so wie es Martin Bauer hier gemacht hat:
Foto: www.Martin-Bauer-Photography.com
Foto: www.Martin-Bauer-Photography.com

3. Was sind die perfekten Kameraeinstellungen für Mondfotografie?

  • Kamera ist fest auf dem Stativ montiert. Alle Schrauben/Arretierungen sind fest angezogen.
  • Kameramodus AV bzw A
  • Blende f / 8
  • ISO 100 bzw. der niedrigste ISO den deine Kamera einstellen kann
  • Selbstauslöser 2 bzw 10 Sekunden. Damit du nicht versehentlich durch das Drücken des Auslösers das Bild verwackelst.
  • Bei Spiegelreflexkameras MUP (Nikon) bzw. Spiegelverriegelung (Canon) aktivieren. Bei Spiegellosen ist das nicht nötig.
  • Bildstabilisator AUS schalten. Sowohl am Objektiv (falls dein Objektiv einen Stabilisator hat) und auch in der Kamera (in der Kamera gibt es bisher bei keiner Spiegelreflex einen Stabilisator, nur Sony a-Modelle sowie die spiegellosen Kameras mit internem Bildstabilisator sind betroffen und dort solltest du den Stabilisator ausschalten). Du findest ihn meistens im „MENU“ > „Kameramenü“ > „Stabilisator“ oder „Steadyshot“ (so heißt er bei Sony).
  • Belichtungskorrektur nach Wunsch. Ich mag den Mond gerne etwas dunkler und stelle die Belichtungskorrektur auf -1.

 

4. Wann ist die beste Zeit für Mondfotografie?

Ich fotografiere ihn am liebsten Nachts. Also nach Sonnenuntergang und nach der blauen Stunde. Weil ich die hohen Kontraste mag. Vielleicht gefällt dir der Mond in der blauen Stunde besser… Probiere es einfach aus.

Hier habe ich eine Liste mit Sonnenauf- und Sonnenuntergangszeiten. VOR dem Sonnenaufgang und NACH dem Sonnenuntergang ist jeweils die blaue Stunde. Damit du dich zeitlich orientieren kannst.

LINK EINFÜGEN

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5. Was ist der beste Ort für Mondfotografie?

Wenn du nur den Mond fotografieren willst ist es prinzipiell egal wo du ihn fotografierst. Willst du aber den Mond gespiegelt in einem Bergsee … Dann musst du natürlich in die Berge fahren und am Bergsee auf den Mondaufgang warten. Viele Landschaftsaufnahmen mit Mond sehen nochmal toller aus. Hier

Wissenswertes zur Mondfotografie

  • Informiere dich über die verschiedenen Mondphasen. Dafür gibt es Apps oder im Internet oder in den Tageszeitungen. Hier habe ich eine Webseite für dich: Mondverlauf.de sie gibt dir eine detaillierte Auskunft
  • Achte auf klares Wetter. Die besten Tage sind windstille und klare Wintertage ( Warme Kleidung nicht vergessen 🙂 )
  • Je höher der Mond steht, desto weniger beeinträchtigen die Luftschichten über der Erde die Bildqualität
  • Fotografiere am besten nicht in der Nähe von störenden Lichtquellen, wie z.B Straßenlampen, Wohnsiedlungen. Dadurch wirkt der Mond klarer
  • Fotografiere den Mond bei einem möglichst dunklem Himmel, dadurch sind die Zeichnungen der Mondoberfläche besser sichtbar ein stabiles Stativ gehört zur Ausrüstung
  • Eine Stirnlampe mit Rotlicht nicht vergessen, sonst wird es sehr dunkel :

 

 

 

6. Zusammenpacken

Nachhausefahren.

Fotos übertragen.

Bildbearbeitung starten!

Willst du mehr dazu erfahren? Schreib einen Kommentar, dann ergänze ich diesen Artikel oder schreibe gleich noch einen zweiten speziell zur Bildbearbeitung von Mondfotos.

 

 

Falls du dir im Umgang mit Natürlichen Licht noch nicht sicher bist dann wäre mein Workshop Licht 1 eventuell etwas für dich. Hier lernst du mit avilable Light umzugehen und kannst dein erlerntes Wissen bei deinen Fotoprojekten umsetzen.  Hier findest du den Workshop und alle Informationen: 

 

 

Hilfe du verstehst nur Bahnhof bei den ganzen technischen Begriffen wie Blende, ISO usw.? Dann helfe ich dir in meinem Einsteigerkurs an einem Tag alles technische an deiner Kamera zu meistern

Wenn du mehr Erfahrung mit allen möglichen Lichtsituationen sammeln willst bekommst du in meinem Workshop Licht 1 alles von Tagslicht, Sonnenuntergang, blauer Stunde und Nachtfotografie an einem Tag.

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