Podcast Folge 013 „Frag Andreas“: Filter in der Fotografie

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In diesem Beitrag gibt es die neueste Podcast Folge von „Frag Andreas“ inklusive aller nützlichen Links zum Nachlesen.

Podcast? Wie geht das?

Hier kannst du nachlesen, wo und wie du den Podcast „Frag Andreas“ anhören kannst.

Podcast 013: Filter in der Fotografie

Hallo, hier ist Andreas Martin. Heute in der Podcast Folge geht es um Filter – viel Spaß dabei!

Um welche Filter geht’s denn genau?

Wenn ich heute über Filter rede, meine ich nicht die digitalen Filter (die in den diversen Softwareprogrammen, wie beispielsweise in Photoshop. Oder auch ganz simpel auf dem Handy, dort gibt es so gut wie in jeder App Filter, z.B. die bekannten Instagram Filter). Also um die digitalen Filter soll’s heute nicht gehen, sondern um die „klassischen“ physischen Filter. Damit meine ich die Filter, die man aufs Objektiv schraubt oder steckt.

Blogbeitrag: Fotografische Filter – Gebrauch und Nutzen

Schraubfilter oder Steckfilter?

Und das ist auch gleich schon mein erster Tipp! Wenn du dich mit Filtern beschäftigst, denke als erstes darüber nach, ob du lieber mit Schraubfiltern arbeiten willst oder mit Steckfiltern.

Schraubfilter

Erstere kennt wahrscheinlich jeder. Die sind meistens aus Glas, rund mit einem Metallrand versehene Filter, die man direkt vorne aufs Objektivgewinde schraubt. Ich sag jetzt mal eigentlich haben alle Wechselobjektive den gleichen Durchmesser. Aber: es gibt ein paar ganz wenige Ausnahmen, die keine Filteraufnahme haben. Mir sind zwei bekannt (wobei es bestimmt noch mehr gibt): das Fischauge-Objektiv 8-15 mm von Canon. Das hat kein Filtergewinde. Ebenso das 17 mm Tilt Shift, ebenfalls von Canon. Aber alle anderen 99 % der Objektive haben ein Filtergewinde. Einfach drauf schrauben und schon kann’s losgehen. Das ist einer der Vorteile von den Schraub-Filtern. Außerdem sind sie relativ klein also so dick wie ungefähr zwei Bierdeckel vielleicht auch zweieinhalb Bierdeckel und relativ leicht. Das Gesamtvolumen der Kamera ändert sich nicht wesentlich.

Kaufempfehlung Schraubfilter

Steckfilter

Mit einem Steckfilter-System sieht das schon etwas anders aus. Speziell auch als Reise- und Landschafts-Fotograf. Du packst den Rucksack ein und aus und ein und aus… Viele Leute bauen das Steckfilter-System ab, wenn sie die Kamera in den Rucksack packen, weil es einfach zu viele bewegliche Teile sind und man will nichts raus fallen lassen oder verkratzen. Das sind eigentlich schon mal die wesentlichen Unterschiede. Außerdem beim Steckfilter: er ist etwas größer und schwerer, das Volumen ist größer,…

Kaufempfehlung Filter-Systeme

Was sagt der Preis?

Preislich kann man sagen gibt’s in beiden Kategorien günstige und teure Systeme. Der Preis ist jetzt also nicht das Kriterium, ob du dich für A oder B entscheidest.

Kombination mehrerer Filter

Ein großes Thema bei Filtern ist die Kombination, also wenn du mehrere übereinander baust.

Mein nächster Tipp ist, dass du dir direkt Slim Filter kaufst. Speziell wenn du dir Schraubfilter kaufst, gibt es fast immer eine Slim-Version oder Slim-line oder thinn oder wie auch immer das vom Hersteller gerade bezeichnet wird. Die sind meistens einige wenige Millimeter dünner – auf die kommt es gar nicht so sehr an, wenn du nur einen Filter draufschraubst, aber irgendwann wirst du zwei oder drei Filter kombinieren wünschen. Plötzlich ist dann das Filtergewinde an den äußeren Rändern deines Bildes sichtbar. Dann musst du immer die Bilder zu schneiden – unnötiger Arbeitsaufwand.

Grauverlaufsfilter

Nächster Tipp: Verlaufsfilter. Also ich rede jetzt über Grauverlaufsfilter, die von einem einem dunkelgrauen Ton, neutral grau auf transparent verlaufen und speziell hierfür empfehle ich ganz klar die Variante Steckfilter-Systems, weil wie tief du den Grauverlaufsfilter platziert, ist bei fast jeder Aufnahme anders. Und ich will auf keinen Fall einen mittigen Verlaufsschraubfilter haben und dann muss ich meine Bildkomposition immer so ausrichten, dass 50 % Himmel 50 % Boden sind. Als Beispiel: in der Landschafts-Fotografie, wenn man viel Himmel fotografieren und abdunkeln will – meine Empfehlung ganz klar: Steckfilter-System.

Blogbeitrag: Steckfiltersystem: Nie mehr überlichtete Himmel bei Landschaftsfotos

Kaufempfehlung extremer Graufilter

Filter beim Video filmen

Ich persönlich nutze beide Systeme, also ich hab sowohl Schraub- als auch Steckfilter und ich sag noch kurz einen anderen Anwendungsfall. Das ist beim Thema Video filmen. Dort geht es mir häufig darum, dass ich ein kleines Packmaß habe, mit der Kamera schnell mich bewegen kann, ohne immer große Auf- und Abbauten machen zu müssen. Und dafür sind drehbare Schraubfilter einfach ein Segen. Speziell beim Filmen nutze ich gerne so genannte variable ND-Filter, d.h. durch das Drehen des Filters kann man die Stärke der für die Filtrierung einstellen.

Achtung beim Einkaufen!

wenn du dir jetzt eine Einkaufsliste zusammenstellst: les dir sehr gut die Rezensionen durch, weil es gibt welche, die erzeugen ein so genanntes X-Muster auf dem Bild, sehr hässlich und eigentlich nicht mehr reparierbar mit Software. Falls du doch weit, wie man das reparieren kann, würde ich mich natürlich über einen Tipp freuen. Schreib mir ne E-Mail andreas@fotoworkshop-stuttgart.de

Praktische Hilfsmittel bei Filtern

Wenn du mit Filtern arbeitest, ist es praktisch, wenn du dir kleine Hilfsmittel zurechtlegst. Ich beispielsweise habe zwei konkrete Hilfsmittel. Das erste ist ganz simpel ein Mikrofasertuch, also ein kleines Reinigungsset, bestehend aus einem Mikrofasertuch und einem Blasebalg. Der Filter muss sauber sein, von beiden Seiten (!) und das erreichst du einmal mit Pusten mit dem Blasebalg und anschließend dann nochmal drüberwischen mit einem sauberen Mikrofasertuch. Das solltest du übrigens regelmäßig waschen, sodass dort keine alten Schmutzreste drin sind. Weil die schönste Filtrierung hilft dir nichts, vor allem wenn du 2-3 Filter übereinander packst, wenn da auf jeder ne fette Staubschicht sitzt oder noch alte Tropfen… Das ist nachher alles im Bild.

Das zweite Hilfsmittel: eine kleine App. Ich nutze die „LongExp“, mit dieser App (die ist speziell für Apple Geräte) kann ich bei sehr starken Graufiltern ausrechnen, welche Verschlusszeit ich brauche und welche Filterkombinationen nötig sind. Also Thema Langzeitbelichtungen. Wenn dich das Thema weiter interessiert, habe ich dafür speziell einen Workshop im Angebot, im Porsche Museum in Stuttgart. Vielleicht sehen wir uns da ja mal.


Diese Tipps bzw. diese Folge ist auf Grundlage einer Umfrage entstanden, wo mir ein Zuhörer Feedback gegeben hat. Ich weiß nicht wer es geschrieben hat, aber mein Dank geht an dich raus, der diese Frage nach den Filtern gestellt hat. Denn ich freue mich immer, wenn meine Zuhörer konkrete Fragen stellen, weil dann kann ich im Podcast auch konkrete Antworten liefern.


Wenn dir der Podcast gefallen hat, freue ich mich riesig über eine 5-Sterne Bewertung bei iTunes und wenn du willst, empfehle den Fotografen Podcast gerne an deine Freunde weiter. Das war’s für heute, bis zur nächsten Folge, mach’s gut, dein Andreas!

 

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