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Werde ein besserer Fotograf durch Lightroom

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Der Titel ist provozierend – ich weiß. Aber genau das soll er. Ihr fragt euch nun, wie man durch eine Software die für die Nachbearbeitung der Bilder gedacht ist ein besserer Fotograf wird? Darauf kann ich euch mehrere Antworten geben. Die erste will ich heute geben:

Wenn ihr fleissig alle Bilder die ihr so macht in Lightroom importiert habt ihr bald ein richtiges Fotoarchiv im Lightroom-Katalog schlummern. Kennt ihr auch die Auswertungsmöglichkeiten von Lightroom? Man kann nämlich ein paar sehr interessante statistische Daten anzeigen lassen! Z.B. könnt ihr auswerten, mit welchen Kameras ihr am liebsten Fotografiert PS: Hier kann euch eine Überraschung erwarten! Hier seht ihr z.B. wieviele Bilder mit eurer „großen“ Kamera und wieviele mit iPhone / Kameraphoen / iPad etc. gemacht wurden. Und ich war selbst überrascht zu erfahren, dass ich mit über 88 Kameramodellen fotografiert habe. Wow, da kommt ganz schön was zusammen.

Viel interessanter für eure fotografische Entwicklung ist aber die Auswertung nach „Objektiv“ und „Brennweite“. Hier könnt ihr nämlich auswerten, ob ihr an einem Objektiv „hängt“. Wenn es euch bewußt vor Augen geführt wird, dass ihr einen sehr großen Teil eurer Fotos mit einem Objektiv macht… da könnte man auf die Idee kommen, genau das Gegenteil zu tun. Also weg mit dem Lieblingsobjektiv und holt stattdessen euer am wenigsten genutztes Objektiv hervor. Ab an die Kamera damit und dann einen Monat nur mit dem Objektiv fotografieren! Das ist eine sehr gute Übung, um eingefahrene Handlungsmuster zu durchbrechen.

Ich hatte erst gestern einen Individualkurs in dem eine Schülerin sagte „am liebsten fotografiere ich mit dem Tele“. Das ist natürlich gut so, dass ihr Lieblingsobjektive habt. – Aus der Weiterbildung gibt es den Satz „Stärken stärken und Schwächen schwächen“. Also auf gut Deutsch: Ihr kommt mit eurem Lieblingsobjektiv schon gut klar? Dann kümmert euch um euer am meisten vernachlässigtes Objektiv. *Klack* rein ins Bajonett … und da bleibt es. Für einen Monat!

Lightroom-besser-fotografieren-durch-Analyse-des-eigenen-Fotoverhaltens

Ich bin gespannt auf eure Erfahrungsberichte. Wie es ist mit dem „Haßobjektiv“ einen Monat zu fotografieren. Macht die Übung wirklich und denkt nicht nur „ahja, das ist eine gute Idee… das mache ich auch irgendwann einmal.“ Wollt ihr wirklich vorankommen? Dann rauß aus der Komfortzone. Sofort das Objektiv rausholen, anschrauben und ein paar erste Bilder machen!

 

PS: Wollt ihr auch auswerten wieviele Kameras, wieviele Objektive und welche Brennweiten ihr am Meisten einsetzt? Ganz einfach:

1. Lightroom starten

2. In die Bibliothek wechseln (Taste „G“ drücken)

3. Links auf „Katalog“ klicken, dann auf „Alle Fotos“

4. Überhalb der Bilder auf die graue Liste auf „Metadaten“ klicken

5. In den nun erscheinenden 4 Spalten könnt ihr die Auswertungen vornehmen. Klickt also auf die Spaltenüberschrift um z.B. „Kamera“ in einer Spalte und „Objektiv“ in der nächsten Spalte einzublenden.

 

Viel Spaß beim analysieren eurer Fototechnik!

 

Wenn ihr generell im Umgang mit Lightroom besser werden wollt, empfehle ich euch diese Fotokurse:
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