FP TTL, FP TTL BL, TTL, A, M, SL- Hilfe mein Blitz spricht in Hyroglyphen mit mir…

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Die meisten Aufsteckblitze für Spiegelreflex- oder Spiegellose-Kameras haben mehrere Betriebsmodi. In der Kurzfassung geht es einzig um die Bestimmung und Einstellung der Blitzleistung. Hier die Langfassung:

Im Modus M musst die Blitzleistung selbst einstellen. Das gute: Keine Automatik redet dir rein und du bekommst konstant die gleichen Ergebnisse.

Im Modus TTL wird die Blitzleistung automatisch bestimmt und eingestellt. Das passiert indem die Kamera das tatsächliche Bild zum Zeitpunkt der Belichtungsmessung verwendet (im Standardfall, wenn du den Auslöser halb runterdrückst). Und anhand der dann vorhandenen Helligkeit dem Blitz sagt: „Hey Blitz ich sehe dass es ziemlich dunkel ist… gib mal einen ordentlich starken Blitz ab.“

TTL ist gerade für Einsteiger ins Blitzen ein Fluch und Segen zugleich. Denn in der Praxis ist gerade TTL dafür verantwortlich, dass die Fotos (in der Regel) unnatürlich aussehen. Oftmals zu hell.

Spannend wird es, wenn dein Blitz nicht nur TTL, sondern FP TTL, FP TTL BL, TTL BL und den A Modus hat.

Hier meine vorläufig beste Erklärung:

TTL = Blitzleistungsautomatik mit der man an die x-Sync-Zeit gebunden ist. Man kann also lange Verschlusszeiten (30“) bis hin zur x-Sync-Zeit (oftmals im Bereich 1/200) blitzen. Die exakte x-Sync-Zeit findest du bei den technischen Daten deiner Kamera. Einfach mal Googlen „Kameramarke Kameramodell xsync“. Dann weißt du Bescheid.

FP TTL = Blitzleistungsautomatik mit der man NICHT an die x-Sync-Zeit gebunden ist. Man kann also alle Verschlusszeiten blitzen inklusive sehr kurze Verschlusszeiten wie 1/500 oder kürzer). Übrigens steht das FP für focal plane. Das ist englisch und steht für Bildebene. Gemeint ist, dass die ganze Bildebene mit Blitzlicht ausgeleuchtet wird … auch bei kürzeren Verschlusszeiten als bei der x-Sync-Zeit.

BL = steht für Balanced und ist eine Spezialität bei von/für Nikon. Gemeint ist, dass die Kamera versucht die Hintergrundbelichtung (als Blende, Zeit, ISO) und die Blitzbelichtung die für einen Teil des Vordergrundes verantwortlich ist auszubalancieren. Das klingt gut … klappt leider nicht immer. Speziell bei dunklen Lichtsituationen habe ich die BL Funktion oft scheitern sehen.

A / AUTO = Das ist eine Funktion die ich u.a. bei Olympus Blitzen entdeckt habe z.B. dem 900R. Bei A entscheidet der Blitz anhand eines Helligkeitssensors am Blitz über die nötige Blitzleistung. (Zum Vergleich: Bei TTL wird die Belichtungsmessung der Kamera als Entscheidungsgrundlage für die Blitzleistung verwendet) Unlogischerweise funktioniert der Modus A nur bei Kameras die den A Modus unterstützen. Und das obwohl der A Modus ja keinerlei Daten der Kamera berücksichtig. Das mag einer verstehen…

SL = SL steht für Slave. Das ist der Modus ideal für das entfesselte Blitzen. Entfesselt heißt, dass der Blitz nicht mehr auf der Kamera sondern irgendwo im Raum oder Outdoor platziert wird. Damit kann man richtig coole Sachen machen…

 

So ich höre jetzt auf, sonst wird der Artikel zu lange 🙂 Wenn du mehr erfahren willst, schau mal in meinem Workshop „Licht 2 – perfekte Blitzfotos“ vorbei. Da lernst du wie du natürliche Bildergebnisse sowohl im Modus TTL als auch M hinbekommst. Achja entfesseltes Blitzen, Lichtformer und vieles weitere lernst du auch. Es lohnt sich garantiert!

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